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Viele Kunden bleiben ihrer depotführenden Bank über viele Jahre treu, obwohl sie unzufrieden mit dem gebotenen Service sind und/oder sich über hohe Gebühren ärgern, die für die Depotführung und die Ausführung von Orders erhoben werden. Sie befürchten, dass ein Depotwechsel aufwändig und teuer sein könnte, aber das ist bei vielen Wechselangeboten nicht der Fall. Dies gilt umso mehr, als der Bundesgerichtshof entschieden hat, dass Banken grundsätzlich keine Gebühren für das Schließen eines Depots und die Übertragung der bisher darin befindlichen Wertpapiere auf ein neues Kreditinstitut nehmen dürfen. Denn dies stellt keine Dienstleistung dar, für die ein Entgelt erhoben werden darf, sondern lediglich eine Herausgabe, auf die der Kunde einen juristischen Anspruch hat. Einige Kreditinstitute werben neue Depotkunden mit Prämien, die bei der Neueröffnung eines Depots gezahlt werden. Auch wenn diese Prämien im Einzelfall attraktiv sein mögen, kommt es auf lange Sicht eher auf insgesamt günstige Konditionen bei der Wahl des Wertpapierdepots an. Manche Banken bieten auch einen besonderen Service für den Depotwechsel an: Es reicht dann, einfach einen Antrag für die Depoteröffnung bei der neuen Bank auszufüllen und zu unterschreiben. Die neue Bank veranlasst nach der Zusendung dieses ausgefüllten Antrags dann alles Erforderliche und übernimmt auch den Schriftverkehr mit dem bisherigen depotführenden Kreditinstitut. So kann ein Depotwechsel schnell und unproblematisch innerhalb von wenigen Tagen erledigt werden.